Umwelt, 1. Preis Einzelfotos

Esther Horvath
Ungarn, für The New York Times


Eine Eisbärin und ihr Junges in unmittelbarer Nähe zu von Wissenschaftlern der Polarstern aufgestellter Ausrüstung. Die Polarstern ist ein Forschungsschiff, das im Rahmen einer wissenschaftlichen Expedition eingesetzt wird, die die Folgen des Klimawandels in der Arktis im mittleren Arktischen Ozean untersucht.

In der Arktis beobachten wir aktuell den mit am stärksten Rückgang des Meereises weltweit. Auch die globale Erwärmungsrate liegt hier im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt doppelt so hoch. Dies wird in Bezug auf den Anstieg der Temperaturen und des Meeresspiegels starke Auswirkungen auf das weltweite Klima haben, jedoch sind die Prozesse des arktischen Klimasystems kaum in bisherige Klimamodelle integriert, weil wissenschaftliche Missionen bisher nicht in der Lage waren, während der sechs Monate dauernden Nacht des arktischen Winters in diese Region vorzudringen. Die Polarstern wurde so gebaut, dass sie extrem niedrigen Temperaturen standhalten und dickeres Eis durchbrechen kann, wodurch 100 Forscher und Crewmitglieder ihrer Arbeit ganzjährig nachgehen können. Daten zur Atmosphäre, zum Ozean, zum Meereis, zum Ökosystem und zur Biogeochemie werden in globale Klimamodelle eingespeist.