Aus dem Stadtrat

Spannende Themen behandelte der Kitzinger Stadtrat in seiner Sitzung am 28. April. Die wichtigsten Punkte:

Bebauungsplan „Fuchsgraben“ mit Berichtigung des Flächennutzungsplanes. Abstimmungsergebnis: 29:1.

Damit können die Planungen für das Baugebiet an der Kaltensondheimer Straße fortschreiten. Dort entstehen sowohl Ein- und Zweifamilienhäuser als auch Wohneinheiten, die sozialgefördert sind. Die Stadt hatte sich im Vorfeld mit dem Projektträger und den Anwohnern in Verbindung gesetzt, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Die Dichte der Wohneinheiten im Plangebiet ist nicht höher als in der Umgebung. Die Höhe der geplanten Häuser ist ebenfalls der umliegenden Wohnbebauung angepasst.

 

Bestätigung des Kommandanten und seines Stellvertreters der Freiwilligen Feuerwehr Kitzingen-Hohenfeld.

Abstimmungsergebnis: 30:0

Jürgen Dorsch und sein Stellvertreter Uwe Degan wurden bei der Jahreshauptversammlung am 1. April in ihre Ämter gewählt. Der Stadtrat hat diese Wahl nun einstimmig bestätigt.

 

Bürgerbeteiligung im Rahmen des Erneuerungsprozesses der Altstadt von Kitzingen.

Abstimmungsergebnis: 18:12

Die Stadt Kitzingen möchte ihre Bürger in den Prozess der Erneuerung von wichtigen Zonen wie der Kaiserstraße oder dem Königsplatz einbinden. Bereits vor einem Jahr wurde eine Kommission gebildet, die sich mit dem Thema befasste. Jetzt beauftragte der Stadtrat die Firma DSK, die sich bereits im ISEK-Prozess (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) in Kitzingen einbrachte. Ihre Arbeit wird es nun unter anderem sein, interaktive Stadtrundgänge zu organisieren, die Eigentümer zu befragen und Arbeitsgruppen zu moderieren. Am Ende des Prozesses sollen diese Ergebnisse in den Umbau der Innenstadt einfließen.

 

Anbindung Außenstellen mit Glasfaser, Grundsatzbeschluss:

Abstimmungsergebnis: 21:9

Schnelles Internet ist die Grundlage für modernes Arbeiten. Dem Glasfasernetz gehört dabei die Zukunft. In den letzten Jahren hat die IT-Abteilung zusammen mit den Mitarbeitern des Tiefbaus bereits folgende Außenstellen mit Glasfaser versorgt: Bauamt, Tourist-Info, Museum/Archiv, VHS/Bücherei, Feuerwehr und Klärwerk. Der Bauhof soll noch in diesem Jahr ans Glasfaser-Netz angeschlossen werden. Jetzt machte der Stadtrat den Weg dafür frei, auch das geplante Haus der Jugend und Familie mit Glasfaser anzubinden. 250 000 Euro sind dafür im Haushalt bereitgestellt worden. Das Neubauprojekt soll Ende 2023 errichtet sein.

 

E-Carsharing-Modell:

Abstimmungsergebnis: 16:14.

Am Kitzinger Bahnhof und am Stadtteilzentrum in der Siedlung wird ein Standort für E-Carsharing mit je zwei Ladepunkten eingerichtet. Die Kosten für die Einrichtung der Infrastruktur belaufen sich auf 20 000 Euro. Für eine Probephase von drei Jahren übernimmt die Stadt auch die laufenden monatlichen Leasingkosten. Die Licht-, Kraft- und Wasserwerke (LKW) übernehmen die gesamten Abrechnung und Abwicklung mit den Kunden und gewähren einen Zuschuss auf die monatliche Leasingrate. Bürger können künftig beispielsweise für 19 Euro ein E-Mobil für drei Stunden ausleihen, um nach Würzburg und zurück zu fahren. Pro Stunde fallen Kosten von 2,50 Euro plus 29 Cent pro gefahrenen Kilometer an.

 

Klimaneutrale Stadtverwaltung und Errichtung von PV-Anlagen mit Speicher auf allen Liegenschaften der Stadt.

Abstimmungsergebnis: 25:4 beziehungsweise 28:1

Die Stadt Kitzingen möchte so schnell wie möglich klimaneutral zu sein, zu diesem Zweck ist unter anderem mit Martin Schneider ein Klimamanager eingestellt worden, der am 1. Juli seinen Dienst antritt. Jetzt sind 250 000 Euro in den Haushalt eingestellt worden, um PV-Anlagen mit Speicher auf städtischen Liegenschaften zu errichten. Das Ziel: Der Strom soll in möglichst vielen Liegenschaften, soweit möglich, direkt erzeugt und verbraucht werden. Außerdem sollen die Dächer der städtischen Liegenschaften auf die Montage von PV-Anlagen überprüft werden. Insbesondere die Schul- und Turnhallendächer.

 

Markstraße 21, Nachprüfung des Beschlusses vom Bau- und Umweltauschusses vom 18. März 2021.

Abstimmungsergebnis: 15:11

In der Markstraße 21 hat der Bauherr Gauben im zweiten Dachgeschoss eingebaut. Eine entsprechende Genehmigung lag nicht vor. Der Bau- und Umweltausschuss hatte dem Antrag dennoch zugestimmt, der Stadtrat nahm diese Genehmigung nun zurück. Das Landesamt für Denkmalpflege und die Regierung von Unterfranken als Aufsichtsbehörde hatten das Verfahren beanstandet. Die Mehrheit der Stadträte bestätigten diese Sichtweise. Der Projektträger muss die Gauben in der 2. Dachgeschossebene nun auf das genehmigte Maß zurückbauen.

 

Finanzielle Hilfe für die ukrainischen Geflüchteten in Kitzingen.

Abstimmungsergebnis: 24:0

10000 Euro hat der Stadtrat zur Verfügung gestellt. Sie sollen insbesondere für Deutschkurse und Kinderbetreuung bereitgestellt werden.

 

Die nächste Stadtratssitzung findet am 19. Mai statt.