Jubiläumsfeier in der Kitzinger Siedlung

Vom 10. bis zum 12. Juni geht es im größten Stadtteil Kitzingens rund. Wegen Corona musste die 100-Jahresfeier um ein Jahr verschoben werden.

Carmen Jensen und Dominic Niedermeyer, Vorsitzende des Vereins "SieNet e.V." stehen vor der Bronze-Statue des ersten Siedlers, Anselm Caliz. Auf dem Gelände der Grund- und Mittelschule Siedlung wird vom 10 bis 12. Juni groß gefeiert.

Die Siedlung ist etwas Besonderes – und das zeigt sich auch am Namen der großen Jubiläumsfeier, die vom 10. bis 12. Juni auf dem Schulzentrum der Grund- und Mittelschule über die Bühne gehen wird. „100+1 Jahre Kitzinger Siedlung“ werden an drei Tagen gefeiert. Jung und Alt sollen dabei auf ihre Kosten kommen. „Natürlich sind nicht nur die Siedler zu unserer großen Feier eingeladen“, betont Dominic Niedermeyer. „Sondern alle Kitzinger und auch die Bürger aus den umliegenden Gemeinden.“

Zusammen mit Carmen Jensen führt Niedermeyer den neu gegründeten Verein „SieNet e.V.“ an. Die Abkürzung steht für Siedler Netzwerk. Die Gründungsversammlung fand am 25. März dieses Jahres statt, 21 Mitglieder hat der Verein zurzeit. „Zuwachs ist jederzeit erwünscht“, versichert Niedermeyer. Der Verein soll langfristig wirken, die Bürger der Siedlung mit den Geschäftsleuten vor Ort vernetzen und den Kontakt mit der Stadtverwaltung auf der anderen Mainseite intensivieren. Zwei Veranstaltungen hat es bereits gegeben. Im Oktober 2021 trug Karin Böhm fränkische Geschichten im Stadtteilzentrum vor, am 29. April dieses Jahres folgte der Auftritt des Fränkischen Kirchenkabaretts im Dekanatszentrum. Weitere Projekte sollen folgen. „Jetzt steht aber erst einmal die Organisation unserer Jubiläumsfeier im Mittelpunkt“, erklärt Carmen Jensen.

Ein Festkomitee hat sich zu diesem Zweck gebildet. Im Schnitt arbeiten zehn engagierte Siedler an der Ausarbeitung mit. Die letzte und sogleich erste Mitgliederversammlung fand am 25. April statt. „Das Programm steht“, freut sich Dominic Niedermeyer. „Das Wochenende kann kommen.“

Am 28. Mai 1921 erwarb der italienische Gastarbeiter Anselm Caliz ein Grundstück auf der Flur-Nummer 5792 neben der Kreisgeflügelanstalt mit einer Fläche von 1890 Quadratmetern von der Stadt Kitzingen. Noch im selben Jahr konnte er sein selbst erbautes Haus im heutigen Texasweg beziehen. Der Grundstein für die Besiedlung des heute größten Kitzinger Stadtteils war gelegt. „Natürlich wollten wir das Jubiläum 2021 begehen“, sagt Jensen. „Aber Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Dabei waren die Planungen schon damals weit gediehen. „Manches konnten wir für dieses Jahr übernehmen“, sagt Niedermeyer. Manches musste den neuen Bedingungen angepasst werden. Die Feierlichkeiten wurden beispielsweise vom Stadtteilzentrum ins Schulzentrum verlegt. „Dort haben wir mehr Platz und gerade für die Kinder und Familien ideale Bedingungen“, erklärt Jensen. Das Ziel lautet schließlich, dass sich Jede Altersgruppe an dem Wochenende wohlfühlen soll. Und dass sich die Siedler in all ihrer Buntheit präsentieren.

Und so erklingt an drei Abenden abwechslungsreiche Musik mit Bands, die alle einen Bezug zur Kitzinger Siedlung haben: Mit „Kingsize Cat“, „50m Freistil“, „Claptomania“, „Noise“ und „Irial“ treten gleich fünf Bands auf, in denen Musiker aus der Siedlung oder ehemalige Siedler singen, Gitarre oder Bass spielen. „Für den Samstag- und Sonntagnachmittag ist ein Kinder- und Familienprogramm entwickelt worden, das für Spaß und Unterhaltung sorgen wird“, kündigt Jensen an. Am Samstagvormittag gibt es ein Weißwurstfrühstück mit musikalischer Umrahmung – für die mit Mike Popp natürlich auch ein Siedler verantwortlich zeichnet. „Für die kulinarische Verpflegung ist an dem Wochenende natürlich bestens gesorgt“, versichert Niedermeyer mit einem Lächeln. Mehr als 100 Siedlerinnen und Siedler werden ihren Beitrag dazu leisten, dass die Feier unvergessen bleibt und die Siedlung ihrem Ruf gerecht wird, etwas ganz Besonderes zu sein.

 

Das Programm:

Freitag,10. Juni: 18 bis 19.30 Uhr: Festkommers; 20 bis 24 Uhr: Kingsize Cat;

Samstag, 11. Juni: 10 bis 12 Uhr: Weißwurstfrühstück mit musikalischer Umrahmung (Mike Popp); 13 bis 18 Uhr: Kinder- und Familienprogramm sowie Kaffee und Kuchen; 18.30 bis 20 Uhr: „50m Freistil“, 20 bis 24 Uhr: „Claptomania“.

Sonntag, 12. Juni: 10.30 bis 11.30 Uhr: Gottesdienst; 11.30 bis 13.30 Uhr: Mittagessen; 13 bis 18 Uhr: Kinder- und Familienprogramm; 14 bis 18 Uhr: „Noise“; 19 bis 22 Uhr: „Irial.“