Lebendiger Austausch in Etwashausen

Etliche Anregungen konnte Oberbürgermeister Stefan Güntner bei der Bürgerversammlung im Kitzinger Stadtteil Etwashausen entgegennehmen. Rund 70 Interessenten waren der Einladung gefolgt.

Bei einer Ortseinsicht erläuterte OB Stefan Güntner die bisherigen Pläne für eine Bebauung rund um den ehemaligen Bahnhof von Etwashausen.

Bei einer Ortseinsicht am alten Etwashäuser Bahnhof teilten die Anlieger dem OB ihre Sorgen bezüglich der geplanten Bebauung mit. 200 bis 220 Wohneinheiten sollen auf dem Gelände entstehen. Güntner erinnerte daran, dass das Verfahren ganz am Anfang stehe, der Bebauungsplan erst noch eingebracht, beraten und abschließend vom Stadtrat genehmigt werden muss. „Der Investor entscheidet nicht, wie hier gebaut wird“, betonte er. „Sondern wir, als Stadt Kitzingen.“

Sowohl bezüglich der Höhe der Gebäude als auch der Abstandsfläche zu den Nachbargebäuden und der Ausrichtung der Balkone gebe es noch keine Festlegungen. Ein Gutachten sei in Auftrag gegeben worden, um den künftigen Verkehrsfluss in dem Gebiet zu regeln. „Das letzte Wort hat hier das Staatliche Bauamt“, erinnerte Güntner und versicherte, dass auch der mögliche Lärm der bestehenden und anliegenden Gewerbebetriebe bei den Planungen berücksichtigt werde. „Unsere Aufgabe wird es sein, dass es nach Fertigstellung der Neubauten keine Beschwerden der neuen Bürger gibt, die rechtlich beanstandet werden können“, betonte er.

In der Kantine der Firma Fehrer brachten etliche Bürger im Anschluss an die Ortsbegehung weitere Sorgen und Anliegen vor. Die Themen drehten sich vor allem um die Bereiche Verkehr, Hochwasser und Parken. Hilmar Hein vom städtischen Tiefbauamt informierte, dass die Ausschreibung für eine Hochwasser-Schwachstellenanalyse für ganz Kitzingen läuft. Die Bedenken einiger Anlieger, dass Neubauten in Etwashausen den Abfluss der Fluten bei einem möglichen Hochwasser behindern, konnte er zerstreuen. „Bei jedem neuen Vorhaben wird auf eine Bebauung geachtet, die der Hochwasserthematik angepasst ist.“

In der Flugplatzstraße sollen der Parkverkehr und der fließende Verkehr künftig noch genauer überwacht werden. Bürger hatten auf die „teils katastrophalen“ Zustände hingewiesen. OB Güntner appellierte an die Anwesenden, Falschparker, wie sie beispielsweise am Kindergarten beobachtet werden, bei der Stadtverwaltung zu melden.

Weitere Anregungen der Bürger: Die Aufstellung von Toiletten in der Nähe des Postfrachtzentrums, wo übernachtende Lkw-Fahrer immer wieder ihrer Notdurft nachgingen: eine Überprüfung der Gehwegbeleuchtung in der Flugplatzstraße; der Neubau eines Radwegs zwischen dem Kaufland und der Firma Huppmann; die regelmäßige Reinigung des Radweges am Bimbach; die Überprüfung der Pflastersteine vor der Aussegnungshalle am Friedhof. „Wir werden diese Punkte aufnehmen und in der Verwaltung überprüfen“, versprach der OB und gab seinerseits noch zwei Maßnahmen bekannt: Die Verkehrsführung im Bereich Kaufland wird im Zuge des geplanten Ausbaus der Gemeindeverbindungsstraße nach Albertshofen neu geregelt - und die Erweiterung des Kindergartens St. Michael ist bereits in Planung. 24 Krippenplätze und 50 Kindergartenplätze sollen dort entstehen.