Hoheim: Bürger im Gespräch mit dem OB

Rund 20 Neugierige kamen zur Bürgerversammlung nach Hoheim am Montagabend, 9. Mai. Zwei Themen wurden dabei diskutiert: Der Neubau der Aussegnungshalle und die Verlegung von Glasfaser-Kabeln durch die Deutsche Telekom.

Die Arbeiten an der Aussegnungshalle schreiten voran. OB Stefan Güntner und Ortssprecher Dieter Pfrenzinger machten sich mit Bürgern ein Bild vor Ort.

Eine schlechte Informationspolitik der Deutschen Telekom ärgerte etliche Anlieger in der St.-Georg-Straße. Die Baustelle sei ohne deren Wissen eingerichtet worden, eine Einbahnstraßenregelung geschaffen worden. Etliche Tage ruhten die Arbeiten. „Aber wir können so lange keine Arbeiten auf unseren Grundstücken durchführen“, ärgerte sich ein Bürger.

OB Stefan Güntner wies auf das Telekommunikationsgesetz hin. Dort sei festgelegt, dass Anbieter ihre Leitungen verlegen dürfen. „Es handelt sich hier nicht um eine städtische Ausschreibung“, betonte er. Die Aufgabe der Stadt bestehe lediglich darin, die Gehwege und Straßen wieder in einen ordentlichen Zustand zu versetzen. Dennoch will Güntner Lehren aus dem Vorgang ziehen. In Zukunft will sich die Stadt darum kümmern, dass die Informationen über solche Bauvorhaben, die eigentlich vom Telekommunikationsunternehmen ausgehen müssten, rechtzeitig und umfangreich an die Bürger fließen. Ein vergleichbares Thema könnte tatsächlich auf die Bürger in Hoheim - und in anderen Stadtteilen - zukommen.  Die „Deutsche Glasfaser“, ein weiterer Telekommunikations-Anbieter führt gerade eine Markterkundung in Kitzingen durch. Sollten mindestens 33 Prozent der Bürger im jeweiligen Ortsteil einem Ausbau des Glasfasernetzes durch dieses Unternehmen zustimmen, würden die Leitungen entsprechend verlegt.

Zufriedenere Mienen gab es bei der Ortseinsicht am Friedhof. Die Reparaturarbeiten an der Aussegnungshalle schreiten voran. Der rund 50 Jahre alte Komplex wird komplett saniert, auch das Dach muss neu gemacht werden. Ein WC kann nicht eingerichtet werden, weil es keinen Kanalanschluss gibt. „Die Toilette im ehemaligen Schulgebäude kann bei Bedarf genutzt werden“, erklärt Güntner.

Bei einem Ortsrundgang im Vorfeld der Bürgerversammlung hatte Ortssprecher Dieter Pfrenzinger auf den „Flickenteppich“ an der Ortsdurchgangsstraße hingewiesen. Die Mitarbeiter des Bauhofes bessern die Schäden in jedem Frühjahr neu aus. „Eine Dauerlösung kann das aber auch nicht sein“, meinte er.