Auf einem guten Weg

Dank der unbürokratischen Hilfe des Kitzinger Bauhofes kommt Paula Rudolph schneller und sicherer zu ihrer Schule.

Paula Rudolph kann dank der Arbeit des Kitzinger Bauhofes auf direktem Weg zur Schule und wieder zurück. Insgesamt drei Bordsteine wurden abgeflacht, sehr zur Freude ihrer Mutter Stefanie.  

Der Schulweg ist für Paula Rudolph seit ein paar Tagen deutlich einfacher zu bewältigen. Mit ihrem Rollstuhl muss sie keine Umwege mehr fahren. „Der Bauhof hat schnell und unbürokratisch reagiert“, freut sich ihre Mutter Stefanie.

Mit einem Haarriss im Fußgelenk fingen die gesundheitlichen Probleme vor mittlerweile sechs Jahren an, seit 2019 ist die 13-Jährige auf einen Rollstuhl angewiesen. Teillähmung, unkontrolliertes Zittern der Beine. Paula ist in intensiver medizinischer Behandlung, hat bereits eine Reha absolviert. Den Mut und die Zuversicht hat 13-Jährige nicht verloren, im Gegenteil: Nach dem Realschulabschluss will sie an der FOS das Abitur nachholen, danach „Kreatives Schreiben“ studieren. „Den Alltag meistert sie ganz prima“, freut sich ihre Mutter. Der Schulweg ist mittlerweile auch kein Problem mehr.

In der Äußeren Sulzfelder Straße wohnen die Rudolphs, zur Realschule sind es rund sieben Minuten mit dem Rollstuhl. „Wenn man direkt fahren kann“, sagt Paula. Jedes Hindernis, sei es noch so klein und unscheinbar, macht jedoch einen Umweg nötig. Drei Bordsteine bedeuteten bis vor kurzem solche Hindernisse, Paula musste sich einen alternativen Weg suchen. „Der gar nicht so ungefährlich war“, wie ihre Mutter betont. Ein Straßenübergang lag beispielsweise direkt hinter einer Kurve. Einmal kam es fast zu einem Zusammenstoß mit einem abbiegenden Auto. Stefanie Rudolph hat ihre Tochter lieber bis zur Schule begleitet und dort auch wieder abgeholt. Eine Dauerlösung konnte das nicht sein.

. „Wir haben uns deshalb kurz vor Ostern mit dem Bauhof in Verbindung gesetzt“, erinnert sich Stefanie Rudolph. Dessen Leiter Georg Günther versprach Abhilfe – und machte sich mit seinen Mitarbeitern sogleich an die Arbeit. In den Osterferien flachten sie die betreffenden Bordsteine ab, schufen einen leicht befahrbaren Übergang für Paula Rudolph und alle anderen Bürger, die auf einen rollstuhlgerechten Weg angewiesen sind.

Paula fährt seither alleine zur Schule und wieder zurück und ist über die unbürokratische Hilfestellung dankbar. Wunschlos glücklich ist sie aber noch nicht. „Es wäre toll, wenn die Deutsche Bahn am Kitzinger Bahnhof genauso schnell auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern eingehen könnte“, sagt sie mit einem Lächeln.