Aus dem Stadtrat

In rund zweieinhalb Stunden haben die Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung einiges bewerkstelligt und auf den Weg gebracht. Hier die wichtigsten Punkte.

Neubau Obdachlosenunterkunft in der Kitzinger Siedlung:

Abstimmungsergebnis: 22:6

Rund 30 Personen sollen im Bereich Tannenbergstraße/Egerländer Straße eine neue Unterkunft erhalten. Der zweigeschossige Bau ist nicht für Familien mit Kindern angedacht. Fünf Einzelzimmer und ein Doppelzimmer sind für Frauen vorgesehen, 15 Einzelzimmer und vier Doppelzimmer für Männer. Die Frauen- und Männerbereiche sind räumlich voneinander getrennt. In den Zimmern sind eigene Waschbecken vorgesehen, die Sanitärbereiche und kleine Gemeinschaftsküchen sind zentral angeordnet. Der Neubau bekommt einen Wärmeerzeuger auf Basis erneuerbarer Energien. Auf dem Dach wird eine Stromerzeugungsanlage installiert, die mit einem Stromspeicher ergänzt wird. Die Kosten betragen rund 2.61 Millionen Euro, der Baubeginn ist für das zweite Quartal 2023 angedacht. OB Stefan Güntner bewertete den Beschluss auch als Signal und Impuls für die Bewohner im bisherigen Notwohngebiet. „Endlich passiert etwas.“ Mittelfristig will die Stadt das Notwohngebiet auflösen und die Bewohner an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet unterbringen.

 

Immobiliengeschäft mit der Kitzinger BauGmbH

Abstimmungsergebnis: 26:2

Die Stadt Kitzingen überträgt ihre Anwesen in der Hindenburgstraße Nord 10, in der Wörthstraße 38, in der Rosenstraße 24 und in der Inneren Sulzfelder Straße 15c an die Kitzinger Bau GmbH. Im Gegenzug werden die Anwesen Galgenwasen 12 und 12a von dort an die Stadt übertragen. „Am Galgenwasen können wir beispielsweise obdachlose Familien unterbringen“, erklärte OB Stefan Güntner. Die bisherigen städtischen Immobilien seien wirtschaftlich gut zu betreiben. „Und passen daher besser zu unserer Bau GmbH.“

 

Bebauungsplan „Neue Gartenstadt Etwashausen“, Anerkennung des Vorentwurfs

Abstimmungsergebnis: 20:8

Rund um den ehemaligen Etwashäuser Bahnhof soll ein Neubaugebiet mit rund 200 Wohneinheiten entstehen. Auf dem 3,2 Hektar großen Areal soll ein attraktives, verdichtetes und grünes Wohnquartier geschaffen werden. Dachbegrünungen werden beispielsweise festgesetzt. Der Rat einigte sich mit großer Mehrheit darauf, maximal drei Geschosse und ein Sattelgeschoss in dem Gebiet zuzulassen. Ausnahme ist eine kleine Fläche abseits der bisherigen Bebauung, in der auch vier Geschosse plus ein Sattelgeschoss zulässig sind. Im nächsten Schritt werden nun die Öffentlichkeit, Behörden und die sogenannten Träger öffentlicher Belange angehört.

 

Änderung Bebauungsplan „Großlangheimer Straße Nord“

Abstimmungsergebnis: 26:2

Der derzeitige Standort der Schießanlage am Steigweg soll in den Bereich des Gewerbe- und Industriegebietes „Großlangheimer Straße Nord“ verlagert werden. Die Ausführungen hinsichtlich der artenschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen wurden überarbeitet und in den erneuten Billigungsbeschluss eingearbeitet. Die Planunterlagen liegen nun einen Monat öffentlich aus, Behörden Träger öffentlicher Belange werden beteiligt. Dann wird das Thema erneut im Stadtrat behandelt

 

Unter dem Punkt „Sonstiges“ ging es unter anderem um Vandalismus im Bereich Grundschule/Mittelschule Siedlung. OB Stefan Güntner informierte, dass die Polizei schon informiert sei.