Warum Glasfaser die Zukunft bedeutet

Im Stadtgebiet und den Ortsteilen wird derzeit für den Ausbau des Glasfasernetzes geworben. OB Stefan Güntner räumt mit Missverständnissen auf.

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

zurzeit sind Mitarbeiter der Deutschen Glasfaser GmbH im Stadtgebiet unterwegs, die Ihnen die Möglichkeit anbieten, einen Glasfaseranschluss für Ihr Wohngebäude oder Ihren Gewerbebetrieb in Auftrag zu geben. Da dies verschiedentlich bereits zu Verwirrung und Unschlüssigkeit geführt hat, möchte ich Sie auf diesem Weg über den Sachstand aufklären in der Hoffnung, einige Missverständnisse aus der Welt schaffen zu können.

Es ist unbestreitbar, dass die Zukunft des Internets von einer schnellen, leistungsfähigen Leitung abhängig ist. Gerade in Zeiten der (hoffentlich) zu Ende gehenden Pandemie hat es sich herausgestellt, wie wichtig für Homeoffice, Home-Schooling und Tele-Konferenzen unterbrechungsfreie Internetverbindungen sind. Und der Bedarf steigt Jahr für Jahr! Hochauflösendes TV, Streaming und Gaming lassen die herkömmlichen Leitungen immer mehr an ihre Leistungsgrenzen gelangen. Was heute noch als „ausreichende“ Geschwindigkeit angesehen wird, kann morgen schon viel zu langsam sein. Nicht zuletzt aus dem Bereich der Gewerbe- und Industriebetriebe in unserer Stadt kommen immer häufiger Fragen nach einer schnellen Internetverbindung.

Die Stadt Kitzingen hat deshalb das Angebot des Netzbetreibers „Deutsche Glasfaser“ begrüßt, auf eigene Kosten und ohne finanzielle Beteiligung der Stadt den Ausbau eines eigenen Glasfasernetzes in weiten Teilen des Stadtgebietes vorzunehmen.

Auch für Sie als Gebäudeeigentümer hat dieses Angebot nur Vorteile. Ein Hausanschluss mit Glasfaser einschließlich Abschlusspunkt im Keller kann leicht 1.500,-  bis 2.500,- € bei individueller Beauftragung kosten. Diese Kosten entfallen schon mal beim geplanten Ausbau, es entstehen lediglich die monatlichen Kosten wie bei jedem Netzbetreiber üblich. Die Deutsche Glasfaser wird einen Anbau allerdings erst dann vorantreiben, wenn im Vorfeld 33 v. H. der betroffenen Gebäudeeigentümer erklären, einen solchen Anschluss ins Gebäude verlegen zu lassen.

Parallel hat die Deutsche Telekom erklärt, dass auch sie in den nächsten Jahren (voraussichtlich ab 2024) mit einem Glasfaserausbau beginnen möchte. Hier haben wir zwar noch keine detaillierten Unterlagen, um welche Ausbaugebiete es geht, geschweige denn einen halbwegs verbindlichen Zeitplan, aber auch solch ein Vorhaben begrüße ich im Sinne einer zukunftsorientierten Breitband-Infrastruktur.

Sollten beide Ausbaupläne nicht realisiert werden, müsste die Stadt mit Hilfe von Förderprogrammen des Landes und des Bundes in einem komplizierten Verwaltungsverfahren die Netzbetreiber abfragen, wer einen solchen Ausbau in absehbarer Zeit vorzunehmen gedenkt. Dazu hätte die Stadt, auch wenn man die hohen Zuschüsse von Land und Bund abzieht, einen erheblichen finanziellen Eigenbetrag zu stemmen.

Ich hoffe, ich konnte mit diesen Fakten evtl. bestehende Unsicherheiten ausräumen und ihnen eine Hilfestellung für eine unvoreingenommene Entscheidung bieten.

Bei der Stadt Kitzingen ist der Ansprechpartner in Sachen Breitband mein Mitarbeiter, Herr Alfred Teichmann. Er ist unter der Tel. Nr. 09321/20-6005 bzw. unter der Email alfred.teichmann(at)stadt-kitzingen.de zu erreichen und steht Ihnen für Rückfragen gerne ab dem 20.06.2022 zur Verfügung.

 

Freundliche Grüße aus dem Rathaus

 

Stefan Güntner
Oberbürgermeister