Montessori-Schule auf der Zielgeraden

 Als Bereicherung für die Schullandschaft in der Großen Kreisstadt bezeichnet Oberbürgermeister Stefan Güntner die Pläne für eine Montessori-Schule am Standort Innopark. Am 13. September dieses Jahres soll der Unterricht starten. Mehr als 30 Kinder sind für den Schulstart bereits aufgenommen.

Sie sind zufrieden mit dem Baufortschritt für die erste Montessori-Grundschule in Kitzingen: Annika Reith-Herrmann, Eva Köpf mit Tochter Sophia, Verena Meierott und Oberbürgermeister Stefan Güntner.

Ein naturnahes Lernumfeld: Diese Obstbaumwiese dürfen die Montessori-Kinder ab Mitte September nutzen. Eva Köpf, OB Stefan Güntner, Verena Meierott und Annika Reith-Herrmann sind begeistert von dem Areal. Sofia nutzt es schon einmal fürs Spielen.

Vor Ort machte sich Stefan Güntner ein Bild vom Baufortschritt. In der ehemaligen Fahrzeughalle sind die Arbeiter in den letzten Wochen gut vorangekommen. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir alles bis zum Schulstart hinbekommen“, sagte Annika Reith-Herrmann, Geschäftsführerin des Trägers, der Montessori Kitzingen gGmbh.  Zwei Lerngruppen mit etwas mehr als 30 Kindern werden im kommenden Schuljahr bereits in den neuen Räumlichkeiten starten, die Schüler werden jahrgangsgemischt von der 1. bis 3. Klasse unterrichtet. Im darauffolgenden Schuljahr werden dann etwa 50 Kinder in den beiden Lerngruppen gemeinsam nach den Prinzipien der italienischen Pädagogin Maria Montessori lernen.   

„Der Bedarf ist offensichtlich riesengroß“, freut sich Reith-Herrmann. Mehr als 200 Interessenten stehen bereits auf der Liste des Trägers, die Anfragen kommen auch aus den benachbarten Landkreisen Schweinfurt und Neustadt/Aisch. „Es gibt sogar Eltern, die ihre ungeborenen Kinder bei uns angemeldet haben“, berichtet sie.

In der Montessori-Pädagogik nähern sich die Kinder dem Unterrichtsstoff ergebnisoffen und materialgeleitet, Lehrer verstehen sich als Lernbegleiter, die ihre Schützlinge in ihren jeweiligen Stärken erkennen und ihre Schwächen respektieren. Eine Notengebung gibt es nicht, die Kinder sollen mit allen Sinnen und Freuden lernen - weshalb die Organisatoren umso erfreuter waren, als sie die angrenzende Obstbaumwiese zur freien Verfügung gestellt bekamen. „Wir verstehen uns als inklusive Einrichtung“, versicherte Eva Köpf, Mitglied des Trägerteams. „Jedes Kind ist bei uns willkommen.“ Das Schulgeld wird abhängig vom Einkommen der Eltern errechnet. „Wir sind alles andere als eine elitäre Schule“, betont Annika Reith-Herrmann.

Parallel zu den Bauarbeiten sind auch die notwendigen Arbeiten im Hintergrund weit vorangeschritten. Zwei Lehrerinnen und vier Lernbegleiter sind bereits ausgewählt, Voraussetzung für ihre Einstellung ist ein spezielles Montessori-Diplom. Vertreter der Regierung von Unterfranken haben sich die Räumlichkeiten vor Kurzem angeschaut und das Konzept mit den Vertretern der Träger besprochen. „Die Genehmigung sollte in den nächsten Wochen eintreffen“, gibt sich die Geschäftsführerin optimistisch, weiterführende Pläne hat das Team längst im Blick. Bis zu 96 Kinder sollen in den nächsten Jahren in vier Lerngruppen Platz finden, ein Montessori-Kindergarten und eine weiterführende Schule bis in die 10. Jahrgangsstufe sind fest eingeplant. Mögliche Gebäude für diese Erweiterungen hat der Träger im Innopark im Blick.

Oberbürgermeister Stefan Güntner zeigte sich von dem Engagement des Trägers begeistert. „So ein innovatives und alternatives Angebot hat uns in Kitzingen noch gefehlt“, sagte er. Auch deshalb, weil die Montessori-Schule im Innopark die bestehenden Schulen entlasten wird.

Weitere Informationen finden sich auf Homepage des Trägers unter www.montessori-kitzingen.de. Kontakt per E-Mail: mail@montessori-kitzingen.de