Ratten – Nein Danke!

 Mit einer groß angelegten Aktion will die Stadt Kitzingen ihre Mitbürger zum gemeinsamen Handeln motivieren.

Insgesamt 10000 Flyer sind gedruckt worden.

Unter dem Motto „Ratten …Nein Danke! werden in diesen Tagen insgesamt 10 000 Flyer verteilt, in denen Handlungsanweisungen und Empfehlungen aufgeführt sind. Der Flyer ist in vier Sprachen übersetzt worden.

Seit zwei Jahren arbeitet der Bauhof mit einem neuartigen Ratten-Bekämpfungssystem. Dennoch werden die Tiere immer wieder in größeren Mengen im Stadtgebiet gesichtet. Brennpunkte sind vor allem die Obere Kirchgasse, die Fischergasse und die Falterstraße. In den letzten Jahren sind aber auch Meldungen von besorgten Bürgern aus der Siedlung und den Stadtteilen hinzugekommen. Mit kindersicheren HighTech-Köderboxen können eigens geschulte Bauhof-Mitarbeiter ganz gezielt gegen die Tiere vorgehen. Dank eines eingebauten Zählmechanismus wird jeder Besuch einer Ratte in der Box dokumentiert. Die Daten landen als Diagramm und Grafik auf dem Rechner im Bauhof und im Ordnungsamt und bilden eine gute Grundlage für die Bekämpfung der Tiere. „Seit ein bis zwei Jahren werden uns aber immer mehr neue Hot-Spots gemeldet“, sagt Bauhofleiter Georg Günther. Ein Grund sind die milderen Winter. Die meisten Ratten überleben die seltenen Frostnächte. Ein anderer Grund ist das falsche Verhalten mancher Mitbürger.

Beispiel Komposthaufen: Essensreste oder Eierschalen haben dort nichts zu suchen. Im gesamten Garten sollte Vogelfutter auf dem Boden unbedingt vermieden werden und das Futter sollte immer in einem verschließbaren Behälter gelagert werden.

Ein weiterer Anziehungspunkt für Ratten sind Gelbe Säcke – vor allem, wenn sie unsachgemäß befüllt worden sind. Ungespülte Joghurtbecher oder Dosen haben in den Behältern nichts verloren, die Gelben Säcke sollten frühestens am Abend vor der Müllentsorgung vor das Haus gestellt werden. Ein dritter Anziehungspunkt für Ratten sind Essensreste, die im Kanal entsorgt werden. „Und wer seinen Müll offen auf der Straße liegen lässt, braucht sich über den ungebetenen Besuch erst recht nicht zu wundern“, sagt Bürgermeisterin Astrid Glos, die die Flyer-Aktion angeregt hatte. Dort ist nachzulesen, dass Grundstückseigentümer und sonstige Besitzer von Wohn- und Gewerberäumen zur Feststellung und Bekämpfung eines Rattenbefalls verpflichtet sind. „Wer Ratten in seinem privaten Garten hat, der muss auf die Dienste eines Schädlingsbekämpfers zurückgreifen“, betont Georg Günther. Die Stadt Kitzingen ist für die Bekämpfung von Ratten lediglich auf städtischem Grund verantwortlich. Umso wichtiger ist es, einen solchen Befall zu vermeiden. Der neue Flyer soll einen Beitrag dazu leisten.  

 

 

Info:

Wer einen größeren Rattenbefall im Stadtgebiet sichtet, kann diesen per Mail an sicherheit(at)stadt-kitzingen.de melden.

 

Buz: Insgesamt 10 000 Flyer sind gedruckt. Sie werden in diesen Tagen an Kitzinger Haushalte verteilt.   Foto: Ralf Dieter