Bezahlbarer Wohnraum in Kitzingen

In der Breslauer Straße gibt es Wohnungen, die öffentlich gefördert werden.

Wohnungen in Neubau-Standard-Bauweise zu erschwinglichen Preisen: In der Breslauer Straße sind sie zu haben.   

Die Wohnungsnot ist groß, nicht nur in Großstädten. In einer Umfrage der bayerischen Wohnungswirtschaft bestätigten kürzlich 89 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen, dass der Wohnungsmarkt in ihrer jeweiligen Kommune angespannt oder sehr angespannt sei. In Kitzingen steht moderner Wohnraum zur Verfügung – zu erschwinglichen Preisen.

59 Wohneinheiten entstehen gerade in der Breslauer Straße. Aktuell sind noch 14 Drei-Zimmer-Wohnungen zu haben. Die Wohnungen sind Neubau-Standard-Bauweise mit Terrasse im Erdgeschoss beziehungsweise Balkon in den Obergeschossen. Ein Aufzug ist in jedem Gebäudekomplex ebenfalls vorhanden, die Wohnungen sind barrierefrei. Der Winterdienst und die Pflege der umliegenden Grünflächen sind gesichert.

Die Kaltmiete beträgt für jede Wohnung 7,90 Euro pro Quadratmeter Hinzu kommen zwei Euro Heizkosten und zwei Euro Betriebskosten als monatliche Vorauszahlungen. „Alle Wohnungen sind öffentlich gefördert“, berichtet Frau Rebecca Hick, Geschäftsführerin der Kitzinger Bau GmbH. Mit anderen Worten: Die zukünftigen Mieter müssen bereits im Vorfeld ihres Einzuges nachweisen, dass ihr aktuelles Einkommen nicht über den jeweiligen Einkommensgrenzen liegt. Insgesamt gibt es drei Einkommensstufen (Stufe I, II bzw. III). Dafür benötigen die Bewerber einen sog.  Wohnberechtigungsschein, der für Ortsansässige in der Kitzinger Bauverwaltung ausgestellt wird. Vom Landratsamt erhalten sie dann – je nach Einkommensgruppierung – einen monatlichen Mietkostenzuschuss. Die eigentliche Miete kann sich dadurch um bis zu 3,40 Euro verringern.

„Gerade für Familien oder Alleinerziehende sind diese Wohnungen attraktiv“, sagt Rebecca Hick. Die Höchstbeträge für das jährliche Einkommen liegen bei Alleinstehenden in der Stufe III beispielsweise bei 22 600 Euro brutto, bei einem Drei-Personen-Haushalt, darunter ein Kind beläuft sich das Bruttoeinkommen auf 44 000 Euro.

Der Erstbezug ist voraussichtlich ab dem 1. Oktober möglich. Sorgen wegen der nahen B8 muss sich keiner der neuen Mieter machen, versichert die Geschäftsführerin. Ein Schallriegel schirmt die Wohneinheiten ab, außerdem spielt sich das Leben vor allem in den Innenhöfen ab, wo auch Spielflächen für Kinder mit eingeplant sind. „Wir schaffen hier Wohnraum für eine breite Schicht der Bevölkerung“, freut sich Rebecca Hick. Gleichzeitig wurde auch an unsere Umwelt gedacht, daher sollen sich auch Insekten und Fledermäuse auf dem Gelände wohlfühlen. Hierzu wurden Teile des angefallenen Bauschutts nach einer Untersuchung auf mögliche Schadstoffe recycelt und in ökologische Flächen umgewandelt.

Wer nun glaubt, dass die Kitzinger Bau GmbH nach der Vermietung der noch freien 14 Wohneinheiten keine Reserven mehr hat und die Wohnungsnot in Kitzingen doch bald um sich greift, der wird von Rebecca Hick eines Besseren belehrt. In der Zeppelinstraße ist schon der nächste Komplex in Planung, in dem breite Schichten der Bevölkerung ein bezahlbares Zuhause finden können. Die Fertigstellung ist voraussichtlich für den Frühsommer 2025 vorgesehen.