Der Hammer

Im Sickergrund ist eine neue Wurfanlage entstanden. Jetzt sollen auch größere Leichtathletik-Wettkämpfe in Kitzingen stattfinden.

Andreas Lapp probiert sich in der nagelneuen Anlage im Hammerwurf.

Beeindruckende Dimensionen: Andreas Lapp und Ivonne Schmidt-Sauerbrei von der TGK Kitzingen vor der neu errichteten Hammerwurf-Anlage

Sie ist nicht zu übersehen – und ermöglicht ganz neue Perspektiven. Im Kitzinger Sickergrund steht seit kurzem die modernste Hammerwurf-Anlage in Franken. Die TGK hat die Gerätschaften gekauft und die Mitarbeiter des Bauhofes haben die Anlage errichtet.

Sieben bis zehn Meter hoch ist der Zaun, mehr als 80 Meter weit kann der Hammer fliegen. „Damit können wir ab sofort auch bayerische und süddeutsche Meisterschaften ausrichten“, freut sich Andreas Lapp, Abteilungsleiter Leichtathletik bei der TGK Kitzingen. Die Hammerwurf-Anlage war das letzte fehlende Mosaiksteinchen für den Verein, der im nächsten Jahr sein 175-jähriges Jubiläum feiert. Alle anderen notwendigen Sportanlagen sind im Sickergrund vorhanden.

Bereits 2018 fanden die ersten Gespräche zwischen Vereinsvertretern und dem Bayerischen Landessportverband statt. Eine bayerische Meisterschaft für die unter 16-Jährigen sollte ausgerichtet werden. „Uns fehlten damals Stabhochsprung- und Hammerwurfanlage“, erinnert sich Lapp. In Zusammenarbeit mit der Stadt Kitzingen und dem Bauhof entstand kurz darauf die Stabhochsprunganlage. Analog wurden jetzt die Weichen für die Errichtung der letzten fehlenden Sportanlage gestellt. Rund 15 000 Euro hat der Verein für die nötigen Gerätschaften bezahlt, die Aufstellung der Anlage übernahmen die Mitarbeiter des Bauhofs und teerten den Bereich rund um den Abwurfkreis.

„Für uns ist das ein weiterer Schritt hin zu einer Sportstadt von überregionaler Bedeutung“, sagt Oberbürgermeister Stefan Güntner. Rund 600 Athleten werden bei einer kombinierten U-16 und U-23 Leichtathletik-Meisterschaft im Freistaat erwartet, bei einer süddeutschen Meisterschaft steigt das Kontingent der Sportler auf rund 1000. Davon profitieren auch die Einzelhändler in der Stadt. „Manche Gruppen reisen schon am Vortag an und übernachten in Kitzingen“, erklärt Andreas Lapp. Auch die örtlichen Gastronomen profitieren nach seiner Überzeugung von den Veranstaltungen.

Spätestens nach Fertigstellung der Sanierungsarbeiten an der Sickergrundhalle will sich die TGK für ein sportliches Großereignis in der Leichtathletik bewerben. „Die Chancen stehen gut“, meint TGK-Vorsitzende Ivonne Schmidt-Sauerbrei. Dank der guten Anbindungen an die Autobahnen sei Kitzingen ein attraktives Ziel für viele Sportler. „Außerdem gibt es kaum andere Vereine im süddeutschen Raum, die so eine komplette und moderne Anlage anbieten können.“

Die Materialien für die Hammerwurfanlage haben rund 15 000 Euro gekostet, der Bayerische Landessportverband hat einen Zuschuss bewilligt. Die Errichtung der Anlage und die notwendigen Vorarbeiten hat die Stadt Kitzingen übernommen.

 

Info:

Die TG Kitzingen ist mit rund 1800 Mitgliedern der größte Verein im Landkreis Kitzingen. Die Leichtathletik-Abteilung hat rund 150 Mitglieder, etwa 100 von ihnen sind unter 18 Jahre.