Hochwasserschutzmaßnahme in Hoheim

Mehrere Tage waren die Mitarbeiter des Bauhofes im Kitzinger Stadtteil Hoheim beschäftigt - damit sich die Ereignisse vom Sommer 2021 nicht mehr wiederholen.

Mitarbeiter des Kitzinger Bauhofes bei der Arbeit für den Hochwasserschutz an der Dietwarstraße in Hoheim. Durch die Rohre soll das Wasser künftig abgeleitet werden.

Der Main ist ein paar Kilometer entfernt und größere Bäche gibt es auch nicht im Umfeld. Es mag deshalb ein wenig seltsam klingen, dass sechs Mitarbeiter des Kitzinger Bauhofes kürzlich im Kitzinger Stadtteil Hoheim in Sachen Hochwasserschutz aktiv waren. „Eine notwendige Maßnahme“, versichert der stellvertretende Bauhofleiter Dieter Pfrenzinger – und erinnert an den Juli 2021.

Damals hieß es „Land unter“ an vielen Stellen im Landkreis Kitzingen. Nicht nur Wiesentheid, Volkach und Schwarzach wurden vom Hochwasser getroffen, auch in Hoheim wurde ein Betriebshof komplett überschwemmt, Teile des Hochwassers drangen auch in einer Lagerhalle und setzten Räumlichkeiten des benachbarten Wohnhauses unter Wasser. „Das Wasser kam von den Feldern in Richtung Fröhstockheim“, erinnert sich Dieter Pfrenzinger, der seit 14 Jahren Ortssprecher von Hoheim ist. Unglücklicherweise war auf allen bergaufwärts liegenden Äckern Mais angepflanzt, das Wasser konnte ungehindert in Richtung Hoheim fließen. Der Straßengraben an der Dietwarstraße war jedenfalls schnell vollgelaufen, ein Muldeneinlauf mit Gräsern und anderem Grünzeug verstopft. „Also ist das Wasser über die Dietwarstraße in die Häuser gelaufen“, so Pfrenzinger.

Damit sich so etwas nicht wiederholt, haben sich die Bauhof-Mitarbeiter dieser Tage an die Arbeit gemacht, die Fahrbahn schräg aufgeschnitten und druckfeste Kunststoffrohre verlegt. Der Plan: Bei ähnlichen Starkregen-Ereignissen läuft das Wasser künftig unter der Fahrbahn durch die Rohre in einen Entwässerungsgraben ab.