Anna Goldschmidt sitzt auf einer der beiden Holzbänke und lässt den Blick über die rund 1200 Quadratmeter große Anlage direkt neben dem BRK-Kindergarten schweifen. Die letzten Wochen und Monate ist ein Großteil ihrer Arbeit in die Planung und Konzeption des Spielplatzes geflossen. Mehr noch: „Da steckt auch ganz viel Herzblut drin“, sagt die Sachbearbeiterin im städtischen Tiefbauamt. Von zwei Zielen hat sich bei der Arbeit vor allem leiten lassen: Inklusion muss auf dem gesamten Gelände möglich sein und ein hoher Turm soll der Ausgangs- und Bezugspunkt für alle anderen Spielgeräte sein. Für ältere Kinder ab acht Jahren ist der neue Spielplatz deshalb hauptsächlich gedacht. Aber natürlich dürfen sich auch die kleineren Gäste dort wohlfühlen. Eine große Sandfläche mit Sieben hat Goldschmidt anlegen lassen, eine Wippe und Rutsche. Die größeren Kinder haben viele Möglichkeiten zum Klettern, Springen und Rutschen. Rund drei Meter hoch ist der Turm, von dem aus ein Tunnel aus Seilen zu anderen Erhebungen führt, von wo aus Balancieren und Klettern angesagt ist. Im hinteren Teil lädt eine geräumige Liegeschaukel zum aktiven Ausruhen ein.

Sowohl der gewundene Weg aus einer wassergebundenen Decke, als auch die Seitenränder, auf denen die Spielgeräte aufgebracht sind, sind mit Rollstühlen befahrbar. Für schwerhörige oder sehbehinderte Kinder gibt es ein Klangspiel beziehungsweise einen Zerrspiegel – der natürlich auch bei allen anderen jungen Nutzern für eine Menge Spaß sorgen dürfte. Die vielen Holzelemente sind aus Robinien, eine lange Haltbarkeit war für Anna Goldschmidt ein wichtiges Kriterium. Auch deshalb liegen die Kosten bei rund 430.000 Euro.
Noch stehen bis zur Eröffnung Restarbeiten wie die Pflanzung einer Hecke an, die das Spielgelände zum Marshall-Heights-Ring hin abgrenzen soll. Auch der Rasen soll richtig anwachsen, ehe die Fläche von den Kindern und Jugendlichen in Beschlag genommen wird. Ab dem 3. Dezember haben vor allem die etwas größeren Kinder in den Marshall-Heights einen neuen, attraktiven Treffpunkt. Anna Goldschmidt ist derweil bereits am Planen für einen weiteren Spielplatz im unteren Teil der ehemaligen Kaserne, der dann für die jüngsten Kitzinger Bürgerinnen und Bürger gedacht ist. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 angedacht. Als Thema hat sich die Planerin „Flughafen beziehungsweise Flugzeug“ ausgedacht. Auch für die kleinen Kinder kann es in den Marshall-Heights also bald hoch hinausgehen.


