100 Meter lang, 20 Meter breit. Holzmodule, die auf ein Betonfundament aufgesetzt wurden und gleichzeitig eine funktionale wie heimelige Atmosphäre ausstrahlen. Die Jugendeinrichtung jungStil findet hier ebenso eine neue Heimat wie der Familienstützpunkt mitsamt der Kinderbetreuung „Rappelkiste“. Rund um einen Patio ist mit dem Treffpunkt das Herzstück des Gebäudes entstanden. Besprechungs- und Spielräume, eine großzügige Küche, ein Bewegungsraum, eine Werkstatt, ein Medienstudio, Bandproberaum und ein Büro runden das Angebot an Räumlichkeiten ab.
Nachhaltigkeit im Fokus
Das Thema Nachhaltigkeit hat bei Planung und Bau eine große Rolle gespielt. Für die Innen- und Außenwände ist heimisches Holz verwendet worden, das Flachdach wird noch extensiv begrünt und mit Photovoltaik bestückt. Eine Wärmepumpe ist eingebaut worden und das Regenwasser wird nicht in die Kanalisation eingeleitet, sondern aufgefangen und für die Bewässerung des neu angelegten Geländes genutzt. Die Betonbodenplatte besteht aus Recyclingbeton und die Oberflächen der Steckdosen und Schalter sind aus recycelten Fischernetzen.
Im Außengelände gibt es attraktive Angebote für kleine und größere Nutzer: Bolzplatz, Streetball- und Rollsport-Anlage. Rund 20 Parkplätze werden entlang der Florian-Geyer-Halle vorgehalten. Ladestationen wird es nicht nur für Handys, sondern auch für E-Autos geben. Abstellplätze für Fahrräder gibt es ebenfalls.
Die Fördergeber des Projekts: der Bayerische Jugendring, die Bayerische Landesstiftung, die Regierung von Unterfranken, das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, das die EU-Zuschüsse im Rahmen von LEADER koordiniert und mit rund einer Million Euro den höchsten Zuschuss beisteuert.
Investition in die Zukunft
Warum das Haus für Jugend und Familie ein zukunftsorientiertes Projekt für die Stadt Kitzingen ist, erklärt der jungStil-Leiter Jochen Kulczynski:
„Ein solches Haus zur Verfügung zu stellen, ist eine zukunftsorientierte Herangehensweise! Es ist sinnvoll, junge Menschen frühzeitig für ihre Stadt zu begeistern und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Potenziale zu entfalten. Indem man als städtischer Akteur eine gute Beziehung zu den Jugendlichen aufbaut und interessante Angebote schafft, kann man sie motivieren, sich aktiv in die Gemeinschaft einzubringen. Das neue Haus ist dabei eine großartige Chance, vor allem im Bereich der Jugendkultur und der Jugenddemokratie. Es freut mich, zu sehen, dass von Seiten der Stadt und der Politik so viel Wert auf die Entwicklung und Beteiligung der jungen Generation gelegt wird! Und das ist nur der Mehrwert, den wir als Kommune haben.“


