Die Stadt Kitzingen sucht zusammen mit dem Kulturverein PAM e.V. Aufnahmen vom ersten Weinfest 1952 bis heute. Der Schwerpunkt liegt auf historischen Fotos.
Das erste Kitzinger Weinfest fand 1952 in der Floria-Geyer-Halle statt. Als „Vater des Weinfestes“ gilt Fritz Schröck, ein Schneidermeister aus Kitzingen. Schröck war Mitglied im Kitzinger Verkehrsverein und hatte kurzerhand die Organisation des Weinfestes in die Hand genommen. Der ehemalige Gewandmeister des Opernhauses in Nürnberg hatte Freude an der Gestaltung von größeren Veranstaltungen. In einem Zeitungsbericht ist die Rede von einem illuminierten Schiffskorso auf dem Main. Ein Freiballon ist aufgestiegen und schon damals gab es anlässlich des Weinfestes ein Feuerwerk. Möglichkeiten für spannende und schöne Aufnahmen gab es also mehr als genug.
Die Kitzinger Weinfeste waren heute wie damals ein Treffpunkt für Jung und Alt. Und die Gäste kamen aus dem gesamten Umland. Die Deutsche Bahn schickte in den 50er- und 60er-Jahren Sonderzüge mit rund 800 Gästen aus Nürnberg. Ein großes Rahmenprogramm wurde organisiert: Festumzüge, Fischerstechen, Ruderregatten, Reitturniere und vieles mehr. Vereine aller Couleur wurden eingeladen und beteiligten sich an den Vorbereitungen. „Es wäre schade, wenn diese Erinnerungen verloren gingen“, sagt Klaus Christof von PAM e.V. und hofft auf viele Bilder, die sich in den privaten Archiven finden.
Auch Weinfestplakate, bedruckte Weinfestgläser mit wechselnden Motiven, herausgegebene Festschriften mit eigens für die Feste komponierten Weinliedern werden gerne entgegengenommen. Alle Bilder und Gegenstände werden selbstverständlich nach dem Einscannen und Dokumentieren wieder zuverlässig an den Eigentümer zurückgegeben. Kontakt: Doris Badel, Stadtarchiv Kitzingen, E-Mail: doris.badel@stadt-kitzingen.de, Tel. 09321/20-1501; Klaus Christof, E-Mail: mail@kd-christof.de, Tel. 09321/382794. Die Bilder können auch im Rathaus bei der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, Ebene 2, Zimmer 2.5 abgegeben werden. Die Eigentümer erklären sich damit einverstanden, dass das Stadtarchiv die Daten der Aufnahmen speichert und gegebenenfalls auch veröffentlicht.
