Noch schneller, bürgerfreundlicher und unbürokratischer: So will die Kitzinger Stadtverwaltung in Zukunft wirken. Dank einer Zusammenarbeit mit der Uni Würzburg sind die Weichen gestellt. Das Netzwerk von Oberbürgermeister Dr. Enis Tiz macht es möglich.
Seine Doktorarbeit hat der Kitzinger OB einst bei Professor Dr. Dr. Eric Hilgendorf, dem Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtstheorie, Informationsrecht und Rechtsinformatik an der Uni Würzburg geschrieben. Die Kontakte sind auch nach seiner Lehrzeit erhalten geblieben. Im Juli weilte eine chinesische Delegation auf Einladung von Dr. Tiz zu Gast in Kitzingen. Jetzt haben Uni Würzburg und Stadt Kitzingen ein Pilotprojekt auf den Weg gebracht. Zielstellung: Die Künstliche Intelligenz (KI) rechtssicher und nutzerfreundlich in die tägliche Arbeit einer Stadtverwaltung einbinden. „Und zwar so, dass letzten Endes alle Bürgerinnen und Bürger davon profitieren“, erklärt Dr. Tiz.
Ende Oktober/Anfang November soll das Pilotprojekt starten. Zunächst ist eine Ausstellung in der Rathaushalle zum Thema Datenschutz geplant. Danach werden einzelne Aspekte in einer Vortragsreihe näher beleuchtet. Dann geht es an die tatsächliche Zusammenarbeit. Wie können die teils sensiblen Daten auf sicherem Wege von Behörde zu Behörde und von Bürger zu Behörde übermittelt werden? Wie können Bürger künftig Ausweisverlängerungen oder ähnliche Dienste mit einem Klick von zu Hause oder vom Smartphone aus erledigen? „Die Universität steuert wissenschaftliche Erkenntnisse bei und sichert das Vorgehen rechtlich ab“, erklärt Professor Hilgendorf. „Und wir sorgen dafür, dass die Bürger diese Tools auch wirklich nutzen können“, ergänzt Dr. Tiz.
Auf zwei bis drei Jahre ist das Pilotprojekt angelegt. Neben der Datenschutzbeauftragten und der IT sind auch das Hauptamt und das Rechnungsprüfungsamt in die Prozesse eingebunden. „Letztendlich betreffen sie aber alle unsere Mitarbeiter“, so Dr. Tiz.
