Drei Tage, vier Gäste – und jede Menge Themen. Mit Bürgermeisterin Cristina Bucciarelli, dem für die Partnerschaft zuständigen Stadtrat Lorenzo Allegrucci, Leopoldi Pompili und Fausto Chiarini weilten vier Gäste aus der langjährigen Partnerstadt Montevarchi über die Weinfest-Tage in Kitzingen. Die Stadt Kitzingen und der Freundeskreis der Partnerstädte hatten ein abwechslungsreiches Programm gestaltet. Einig waren sich Gastgeber und Gäste, dass die Partnerschaft wieder intensiviert werden sollte. Gerade die Wiederbelebung des einstmaligen Schüleraustausches wäre wünschenswert.
Bürgermeisterin Bucciarelli war 1990 selbst als Schülerin von Raphaella Simonti beim Austausch-Programm in Kitzingen – und erinnerte sich gerne an die Zeit. Auch wenn in Montevarchi mittlerweile nicht mehr Deutsch gelernt wird und die Lehrerin Simonti in Ruhestand ist, waren sich die Beteiligten einig, dass ein Schüleraustausch auch über die englische Sprache möglich sein müsste. „Hauptsache, die Jugendlichen unserer beiden Städte begegnen sich wieder“, sagt die Verantwortliche für den Austausch mit Montevarchi, Karin Winkler.
Mit vielen neuen Eindrücken fuhren die Gäste aus Montevarchi zurück in ihre toskanische Heimat. Sie nahmen am Weinfest mitsamt Umzug teil, besuchten Rothenburg ob der Tauber, wurden von Familie Bausewein in Prichsenstadt empfangen und erhielten dort eine abwechslungsreiche Mischung aus Stadtführung, Weinprobe und Brotzeit. Sie lernten das Haus für Jugend und Familie bei einer exklusiven Führung kennen. Die Berichte über die erfolgreiche Premiere der „Fete de la musique“ in Kitzingen animierte die italienische Delegation, im kommenden Jahr eine musikalische Abordnung zu diesem Fest nach Kitzingen zu entsenden. Oberbürgermeister Dr. Enis Tiz empfang die Delegation im historischen Trausaal und betonte die Bedeutung einer Freundschaft über die Staatsgrenzen hinweg. Im historischen Deusterkeller begrüßten zwei Schauspieler der Häckerbühne die Gäste in den Rollen von Thomas Ehemann und Herr von Deuster und führten dabei in die Kunst des Brauwesens im 19. Jahrhundert ein. Ein Besuch im Klosterkeller rundete das Besuchsprogramm ab.
