Dank der Arbeit der Stadtgärtner blüht Kitzingen in diesen Tagen wieder prächtig auf. Am Platz der Partnerstädte, vor dem Falterturm, vor dem Alten Friedhof, an der Ecke Jahnstraße/B8 und natürlich im ehemaligen Landesgartenschaugelände waren die Gärtner in den letzten Tagen fleißig bei der Arbeit. Der sogenannte Sommerflor wird die Augen der Einheimischen und der Gäste bis in den Herbst hinein erfreuen.
Rund 16 000 Pflanzen setzen die Stadtgärtner bis Anfang Juni. Darunter Sorten wie Cleomen, Zinnien, Ziersalbei oder die Canna-Pflanze, die bis zu zwei Meter in die Höhe wachsen kann. Natürlich achten sie bei der Auswahl der Pflanzen auch auf insektenfreundliche Sorten. Vor dem Falterturm sind entsprechende Stauden wie der Wiesen-Salbei oder die Witwenblume gesetzt worden, am Platz der Partnerstädte ist der Ziersalbei zu sehen. Natürlich müssen die Gärtner auch den Klimawandel und die damit verbundenen Herausforderungen im Blick haben. Die Vegetationsperiode ist länger als in früheren Jahren, die Trockenheit in den Sommermonaten größer. „Wir verwenden deshalb beispielsweise einen Dauerdünger“, erklärt der stellvertretende Leiter der Stadtgärtnerei, Niklas Pobel. Auch im September können sich die Pflanzen so die notwendigen Nährstoffe ziehen.
„Natürlich ist die Trockenheit auch bei uns ein großes Thema“, sagt Niklas Pobel. In den nächsten Tagen sind keine Niederschläge angekündigt. „Wir werden die frisch gesetzten Pflanzen jetzt erstmal ausgiebig wässern müssen.“ Gleichzeitig suchen die Gärtner seit Jahren Pflanzen aus, die auch mit vergleichsweise wenig Niederschlag gut auskommen und stellen auch heuer wieder Blumenampeln mit einem speziellen Bewässerungssystem im Stadtgebiet auf. „Der eingebaute Wasserspeicher kann die Pflanzen etwa eine Woche lang mit Feuchtigkeit versorgen“, erklärt er. Mit den sogenannten Pyramiden haben die Gärtner in den letzten Jahren ebenfalls gute Erfahrungen gemacht und die Zahl deshalb von vier auf acht verdoppelt. Bis zu 700 Liter Wasser können die Gefäße fassen, die das Stadtbild verschönern werden.
Bis zum ersten Frost werden die neu gepflanzten Blumen und Pflanzen das Auge der Betrachter erfreuen und für schöne Farbtupfer im Stadtbild sorgen. Dann werden die Stadtgärtner den sogenannten Winterflor ausbringen. „Aber jetzt blüht Kitzingen erst einmal wieder farbenfroh auf“, freut sich Niklas Pobel.
