Im Jahr 2026 jähren sich die Zerstörung der Kitzinger Synagoge und der Beginn der Ausmerzung der jüdischen Gemeinde zum 88. Mal. Aus Anlass des Gedenkens an die Opfer der Reichspogromnacht 1938 findet am Montag, 9. November, eine Gedenkveranstaltung statt.
Gegen 18.30 Uhr wird Oberbürgermeister Dr. Enis Tiz im Namen der Stadt Kitzingen vor der Alten Synagoge einen Kranz niederlegen. Daraufhin wird ein Gebet gesprochen. Anschließend wird um 19 Uhr im Großen Saal der Alten Synagoge das Theaterstück „Und die Musik spielt dazu - Lieder und Texte aus Theresienstadt“ aufgeführt. Es handelt sich um eine Produktion von Obernbreiter und Kitzinger Künstlern.
Theresienstadt wurde im NS-Regime als jüdisches Musterghetto propagiert, war jedoch für fast alle Deportierten die letzte Station vor ihrer Ermordung durch die Nationalsozialisten. In seiner Ungeheuerlichkeit bot es dennoch Raum für künstlerischen Ausdruck. Dirigenten, Sänger, Dichter und andere Kunstschaffende wurden hier interniert. Die szenische Lesung mit Musik wird begleitet von einer Fotoausstellung von Dr. Jutta Schwegler mit Bildern aus dem Ghetto Terezin.
Der Eintritt ist jeweils frei. Die Künstlerinnen und Künstler würden sich über eine kleine Spende freuen.
