Sie wollen sich für Kitzingen einsetzen, Spendengelder zielgerichtet und lokal einsetzen. Die Mitglieder der Kitzinger Freimaurerloge „Thekla - eine Leuchte in Franken“ haben dieser Tage eine Linde im Gartenschaugelände gepflanzt. Weitere Spenden sollen folgen.
Heinz Menninga ist der Leiter der Vereinigung, die es in Kitzingen seit genau 100 Jahren gibt. 1933 hatte sich die Loge aufgrund der politischen Entwicklungen selbst aufgelöst, 1946 mit Genehmigung der amerikanischen Streitkräfte ihre Arbeit wieder aufgenommen. Dazu zählte beispielsweise die aktive Unterstützung der Lebenshilfe bei deren Gründung im Jahr 1965. Das Ziel der aktuell 20 Logen-Mitglieder beschreibt Heinz Menninga so: „Wir arbeiten an uns selbst und wollen bessere Menschen werden.“ Dafür treffen sich die Mitglieder, die sich untereinander als „Brüder“ ansprechen, regelmäßig in ihrem Vereinshaus in der Mainstockheimer Straße. Interessierte sind zu den monatlich stattfindenden Gästeabenden herzlich eingeladen. (Mehr Infos unter www.freimaurer-kitzingen.de) Mit Vorträgen, Weinproben und anderen Veranstaltungen wollen sich die Kitzinger Freimaurer vermehrt der Öffentlichkeit zeigen und mit Vorurteilen aufräumen. „Es kursieren einfach zu viele falsche Behauptungen über uns“, bedauert Heinz Menninga. Oberbürgermeister Dr. Enis Tiz betonte bei der Pflanzung, dass jede demokratisch und freiheitlich gesinnte Vereinigung selbstverständlich Teil der Stadtgemeinschaft und Entwicklung sein darf und soll. Er freute sich über den Baum und die Ankündigung der „Brüder“, im kommenden Jahr eine Spende für die Ausstattung der Kitzinger Klassenzimmer mit Klimageräten zu leisten.
